Betrieb des Präsenzmelders EPV 24V an einem Homematic Wired I/O-Modul

Zu einem Smart Home gehört die Erkennung der Anwesenheit von Personen in einem Raum. Die Funktion kennt man bereits vom automatischen Flurlicht. Die Besonderheit bei einem Präsenzmelder (PM) ist, dass er einen größeren Erfassungbereich besitzt. Einige Melder haben sogar verschiedene Zonen. Ich hatte mir daher die batteriebetriebenen Homematic IP-Präsenzmelder installiert und war mit deren Funktion unzufrieden. Insbesondere waren sie mir zu träge, was wechselnde Lichtverhältnisse, wie bei der Dämmerung, betrifft. Auch konnte man den Lichtwert nicht als Trigger in Programmen benutzen.

Beispiel Küche:

In der Küche habe ich unter den Hängeschränken LED-Stripes verbaut, welche über den PM geschaltet werden. Für die meisten Beleuchtungszwecke ist das ausreichend. Wird jedoch die leuchtstarke Arbeitsbeleuchtung genutzt, so gibt es nach dem Ausschalten eine Zeit lang kein Licht, weil der rapide gesunkene Helligkeitswert nicht sofort zu einer Aktion führt.

Beispiel Flur:

Im Flur arbeitet er recht gut. Hält man sich jedoch längere Zeit im Flur auf, so fließt die aktuelle Helligkeit durch das Flurlicht mit in die Berechnung ein und es wird dunkel.

Ich habe einige Einstellungen (von denen es viele gibt) im HmIP-Präsenzmelder ausprobiert, konnte jedoch kein für mich zufrieden stellendes Ergebnis erzielen. Bei einer Renovierung hatte ich die Möglichkeit, in der Decke einen UP-PM von EPV zu verbauen. Dessen beide Werte (Präsenz und Helligkeit) kann man gut in in Programmen nutzen. Durch die ständige Übertragung der sich änderden Helligkeit (Schwellwerte kann man nicht am Gerät einstellen) gibt es zwar eine gewissen Grundlast auf dem Bus, ist jedoch auch bei mehreren PMs im Rahmen.

EPV-Präsenzmelder

Der Präsenzmelder EPV PM/24V/5Si besitzt eine Lichtmessung und Open Collector Ausgänge. Er eignet sich gut für Gebäudesteuerungen, u.a. auch für Loxone, Wago und Homematic (IP) Wired. Er ist recht unauffällig und kann gut in Zwischen- oder Trockenbaudecken installiert werden. Die beiden Pull-up-Widerstände für Bewegung und Lichtwert werden mitgeliefert. Angeschlossen werden kann er über einen RJ-12-Stecker oder einen separat erhältlichen Adapter. Weitere PMs können parallel geschalten werden, um den Erkennungsbereich zu vergrößern.

Der PM schaltet bei Bewegungserkennung für min. 10s ein. Der Lichtwert wird kontinuierlich übermittelt.

Ich habe den Präsenzmelder auf das I/O-Modul “HMW-IO-12-Sw14-DR” gelegt.

Einfaches Treppenhauslicht

CCU-Programm

Ein einfaches Treppenhauslicht habe ich mit folgenden Parametern umgesetzt:

  • minimale Beleuchtungszeit von 30s
  • die Variable dg_flur_auto wird benutzt, um ein manuelles Überschreiben mit einem physischen Taster zu realisieren (damit das Licht länger anbleiben kann)
  • die Variable dg_flur_bewegung wird gesetzt, sobald eine Bewegung erkannt wurde, diese dient dem Nachtriggern, damit das Licht die min. Beleuchtungszeit anbleibt
  • die Variablen dg_flur_praesenz und dg_flur_bewegung sind die Eingänge vom PM
  • die Variable dg_flur_bewegung ist der Ausgang, d.h. das zu schaltende Licht

NodeRED-Umsetzung

Eine Besonderheit ist die separate Nachtriggerung, da der verwendete Trigger-Node das nicht unterstützt.

Den Flow kannst Du dir von dieser github-Seite herunterladen.

Updates

  • 24.03.21: Verlagerung des NodeRED-Flows zu github

André

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