RaspberryMatic auf einem Raspberry PI installieren

Das ist der erste von zwei Teilen einer Anleitung, in der ich Dir schrittweise zeige, wie Du das alternative Betriebsystem RaspberryMatic mit dem Addon RedMatic (NodeRED) auf einem Raspberry Pi installierst.

Hinweis: Ich nutze dazu ein Linux-System, in meinem Fall ist es Ubuntu. Die Vorgehensweise für Windows ist ähnlich und wird in der RaspberryMatic-github-Anleitung beschrieben.

Voraussetzungen

Hardware

  • Ein kompletter Raspberry Pi (RPi). Damit die RaspberryMatic flott genug ist und für RedMatic ausreichend Speicher zur Verfügung steht, sollte es mindestens ein RPi 3B sein.
  • Ein Homematic-Funkmodul, bspw. das HM-MOD-RPI-PCB, welches als Bausatz verfügbar ist. Es ist, entgegen der Beschreibung im ELV-Shop, auch kompatibel zu einem RPi 4*.
Homematic-Funkmodul HM-MOD-RPI-PCB
Homematic-Funkmodul HM-MOD-RPI-PCB
  • Eine SD-Speicherkarte mit mindestens 2GB, da das Image bereits 1,3GB groß ist.
  • Optional empfehle ich Dir einen USB-Speicherstick für RedMatic, damit die SD-Karte entlastet wird.

Software

An Software benötigst Du:

  • Die aktuelle Firmware-Version von RaspberryMatic. Achte darauf, dass Du die Version für deinen RPi herunterlädst.
    • Für den RPi 3* ist das RaspberryMatic*rpi3.zip.
    • Für den RPi 4* entsprechend RaspberryMatic*rpi4.zip.
  • Die meisten Linux-Distributionen bringen schon alle Tools mit, die man für das Beschreiben der SD-Karte benötigt.

Installation des Images auf der Speicherkarte

  1. Das heruntergeladene Image wird entpackt. Gehe dazu auf eine Konsole und gib dort den Entpack-Befehl ein.
% unzip RaspberryMatic-*rpi3.zip
Archive:  RaspberryMatic-3.55.5.20201226-rpi3.zip
   inflating: RaspberryMatic-3.55.5.20201226-rpi3.img
   inflating: RaspberryMatic-3.55.5.20201226-rpi3.img.sha256
   inflating: LICENSE
   inflating: EULA.de
   inflating: EULA.en
  1. Zum Beschreiben der SD-Karte musst Du herausfinden, wie sie heißt. Bevor Du sie nun in den Rechner steckst, kannst du dir das syslog anzeigen lassen. Dort wird der Name ausgegeben, wenn du sie einsteckst. Wichtig ist die Zeile mit dem Namen des Devices. In nachstehder Ausgabe ist es „mmcblk0.
% tail -f /var/log/syslog | grep mmc
... kernel: [88018.677812] mmc0: new high speed SDHC card at address 5048
... kernel: [88018.678185] mmcblk0: mmc0:5048 SD16G 14.4 GiB
  1. Mit diesem Namen kann man nun das RaspberryMatic-Image auf die Karte schreiben.
    Achtung! Alle vorhandenen Daten werden ohne Rückfrage überschrieben. Hier muss genau darauf geachtet werden, das korrekte Gerät anzugeben, da man ansonsten versehentlich seine Festplatten überschreiben kann.
% sudo dd bs=4M if=/tmp/RaspberryMatic-<hier die aktuelle Version eintragen>-rpi3.img of=/dev/mmcblk0 conv=fsync
[sudo] Passwort für ***:
320+1 Datensätze ein 
320+1 Datensätze aus 
1345249792 Bytes (1,3 GB, 1,3 GiB) kopiert, 163,925 s, 8,2 MB/s

Damit ist die SD-Karte fertig und kann im RPi verwendet werden.

Einrichtung der RaspberryMatic

Jetzt ist es an der Zeit den RPi zu booten. Der Bootvorgang wird dir durch regelmäßiges Blinken der roten LED angezeigt. Blinkt die grüne LED, steht das System zur Verfügung und kann unter der Adresse https://homematic-raspi in einem Browser erreicht werden.

  1. Zuerst wirst Du gebeten, ein Admin-Passwort zu vergeben. Am Besten generierst und sicherst Dir das in Deinem Passwort-Tool (bspw. KeePass).
RaspMatic Sicherheitseinstellung
  1. Die Sicherheitseinstellungen können später noch geändert werden, für die Installation wählen wir die höchste Sicherheitsstufe.
Sicherheitseinstellung - Assistentenauswahl
Sicherheitseinstellung - Stufe
  1. Nach dem Lesen und Bestätigen des Sicherheitshinweises wirst du von der CCU*-Oberfläche begrüßt.
Sicherheitshinweis

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